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Aktualisiert: 17:06 | 25. July 2019

Österreich: HC Strache visiert zum Amtsjubiläum FPÖ-Regierungsbeteiligung an

  • geschrieben von Rüdiger Dietrich
  • Freigegeben in Politik
HC Strache hcstrache.at HC Strache

Wien - Fast genau seit zehn Jahren hat HC Strache nun das Amt des FPÖ-Bundesobmanns inne, zu dessen Anlaß eine kleine Festveranstaltung stattfand, auf der auch Strache selbst einen Rückblick tätigte, in dem er auch auf die Anfänge seines Amtsantritts nach der BZÖ-Abspaltung, die seinerzeitige Verschuldung und schlechten Umfragewerte einging. Die Kehrtwende zurück in die Erfolgsspur führte der Freiheitliche auf die Parteitugenden Ausdauer und Entschlossenheit zurück. Strache verwies in seiner Bilanz unter anderem auf die unter seiner Führung stattgefundenen Nationalratswahlen, bei denen 2006  elf Prozent erreicht wurden und schon zwei Jahre darauf im Jahr 2008 eine Steigerung auf 17,5 % zu verbuchen war. Zuletzt 2013 kam die FPÖ dann sogar auf 20,5 %. Unter seinem Vorsitz konnte damit die Anzahl der Mandate nahezu verdoppelt werden. Inhaltlich begründete Strache diese Entwicklung mit der Themenführerschaft und Alleinvertretungsmerkmalen, welche die Freiheitlichen in vielen Fragen innehätten. Dies geht nach Straches Auflistung weit über die Themen EU, Zuwanderung und Islamisierung hinaus.

Der Dank an die Mitstreiter durfte natürlich nicht fehlen, wobei der Ehrenobmann Hilmar Kabas, der Dritte Nationalratspräsidenten Norbert Hofer, die beiden Generalsekretäre Herbert Kickl sowie Harald Vilimsky und Volksanwalt Peter Fichtenbauer namentlich genannt wurden. Aber auch die Personalie Jörg Haider blendete Strache in seinem Rückblick nicht aus und sprach ihm trotz großer Fehler die Rolle eines seinerzeit politischen Eisbrechers zu. Er trage dem verstorbenen nichts mehr nach. Der Parteiobmann machte deutlich, daß er nach den ersten zehn Jahren noch keineswegs amtsmüde sei und zeigte sich ambitioniert, in den kommenden Wahlen diverse Regierungsbeteiligungen anzuvisieren. Strache, der als sein anstehendes persönliches Ziel die „30 plus x“ Prozent und das Bürgermeisteramt in Wien anstrebt, sieht den Wahlgängen im Burgenland, in Oberösterreich und in der Steiermark mit großer Zuversicht entgegen, und schließt einen Erdrutschsieg für die FPÖ keineswegs aus. Auch mit Blick auf die Bundesebene formulierte Strache: „Denn natürlich wollen wir regieren, nicht um unserer selbst willen, sondern für Österreich. Wir wollen unsere freiheitlichen Ideen und Programme umsetzen in unserer Heimat, im Bund, in den Ländern und in den Gemeinden und Bezirken!“

Zweifelsohne ist dem zuzustimmen, daß die FPÖ in der Zeit seiner Führung den Rang einer Partei in Österreich innehat, mit der man sich auseinandersetzen muß bzw. an der man nicht mehr vorbeikommt.

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