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Aktualisiert: 17:06 | 25. July 2019

Amazon einigt sich mit Hachette - Endlich Frieden im Streit um das elektronische Buch

  • geschrieben von Susanne Hagel
  • Freigegeben in Finanzen
Amazon einigt sich mit Hachette - Endlich Frieden im Streit um das elektronische Buch Quelle: Amazon

Berlin - Nach monatelangem Streit um die Konditionen beim Verkauf von e-Books einigten sich der Online-Händler Amazon und der amerikanische Ableger des französischen Buchverlages Hachette auf einen Kompromiss. Amazon hatte bis dahin mit rabiaten Mitteln versucht, Hachette zu einem Einlenken zu bewegen.

Wie die beiden Unternehmen gestern bekannt gaben, konnte eine Einigung erzielt werden. Hachette hatte sich geweigert, Amazons Konditionen nachzugeben, die versuchten, den Preis für digitale Bücher massiv zu drücken. Infolgedessen hatte Amazon durch Sanktionsmaßnahmen versucht, Hachette unter Druck zu setzen. So strich Amazon Preisnachlässe für deren Bücher, verzögerte die Auslieferung und Neuerscheinungen konnten plötzlich nicht mehr vorbestellt werden. Nun würden beide Unternehmen wieder „normalen Handel“ betreiben, wie sie erklärten. Die Bücher von Hachette seien wieder im vollen Umfang liefer- und bestellbar.

Unter welchen Konditionen die Einigung stattgefunden hat, ist nicht bekannt.  Es wurde nur erklärt, die Unternehmen hätten sich auf einen auf mehrere Jahre festgelegten Vertrag geeinigt und diesen nun auch unterzeichnet. Dieser umfasse sowohl klassische Bücher in Papierform, als auch digitale Erscheinungen. Angeblich habe Amazon es dem Buchverlag überlassen, die Preise für e-Books festzulegen. An eben jenem Preis war der Streit zuvor entbrannt: Amazon wollte die Preise für e-Books aus Wettbewerbsgründen stark reduzieren. Die Verlage sollten ihre Konditionen entsprechend ändern.  Dagegen wehrte sich Hachette. Nun habe man „spezifische finanzielle Anreize“ geschaffen, um eine Einigung für den Preis zu erzielen. Allerdings räumte der französische Mutterkonzern von Hachette ein, die Einigungen seien unter dem Druck des nahenden Weihnachtsgeschäfts getroffen worden.

Hachette ist nicht der einzige Verlag, der Amazons Druckmittel erfahren durfte. In der Vergangenheit gab es, aus den gleichen Gründen, bereits neue Verträge mit einigen anderen Verlagen. Vor einigen Wochen einigte sich der Online-Händler mit der deutschen Tochtergesellschaft der schwedischen Bonnier-Gruppe, die unter anderem die Verlage Ullstein, Piper und Carlsen unterhält. Ebenso gab es neue Verträge mit dem amerikanischen Buchverlag Simon & Schuster und Amazon.

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