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Aktualisiert: 11:08 | 30. October 2017

Energiewirtschaft: Vattenfall baut Erneuerbaren-Sparte aus

  • geschrieben von Susanne Hagel
  • Freigegeben in Wirtschaft
Logo von Vattenfall Quelle: Vattenfall Logo von Vattenfall

Berlin - Der schwedische Staatskonzern Vattenfall baut sein Geschäft im Bereich Erneuerbare Energien weiter aus. Man plane demnächst die Errichtung eines ersten Solarparks im britischen Wales nahe Swansea. Bereits ab März dieses Jahres soll dieser ans Netz gehen.

Insgesamt sei geplant, 19.000 Solarmodule auf der Fläche zwischen den beiden bereits bestehenden Windparks `Parc Cynog´ und `Pendine´ zu installieren. Vattenfall erhofft sich eine Leistung von fünf Megawatt. Durch die Installation zwischen den beiden Windanlagen  wolle man Synergien nutzen und Kosten einsparen, so der Konzern.

Claus Wattendrup, der Projektmanager, erklärte, auch in Deutschland sei eine solche „kombinierte Nutzung“ in Zukunft vorstellbar. Bereits Ende des Jahres 2015 hatte der Energiekonzern angekündigt, bis 2020 mindestens 5,5 Milliarden Euro in Windenergie zu investieren. Aufgrund des Klimawandelkurses innerhalb der EU hatte sich der Konzern entschlossen, möglichst schnell aus der Stromproduktion mit Braunkohle auszusteigen. Derzeit trennt sich das Unternehmen daher von den Abbaugebieten in Sachsen und Brandenburg. Bisher befinde man sich noch in der Phase der Käufersuche, die bis zum Sommer jedoch abgeschlossen sein soll.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich der tschechische Multimillionär Daniel Kretinsky für die  Braunkohlesparte Vattenfalls in der Lausitz interessiert. „Wir sind bereit, einen annehmbaren Kompromiss zwischen den von der Bundesregierung definierten Zielen der Energiewende und den Interessen von Region und Beschäftigen zu suchen“, erklärte Daniel Castvaj, ein Sprecher von Kretinskys Unternehmen EPH.

EPH hatte erst vor wenigen Tagen RWE das britische Biomasse-Kraftwerk Lynemouth abgekauft, sowie Ende Dezember zwei Drittel des slowakischen Energieversorgers Slovenske elektrarny erworben. Außerdem gehören der Firma 95 Prozent der ungarischen Heizkraftwerksgesellschaft Budapesti Erömü. Insgesamt habe sich der Konzern bei mehr als vierzig Energiefirmen in sieben Ländern der EU eingekauft.

Außerdem hat sich auch der halbstaatliche tschechische Energiekonzern CEZ um die Lausitzer Vattenfalltochter beworben. Der Konzern hat bereits Niederlassungen in Berlin und Hamburg. Beide Unternehmen schweigen sich über ihre genauen Pläne mit Verweis auf die Verschwiegenheitserklärung im Rahmen des Bieterverfahrens jedoch aus.

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